Gamescom 2017 Recap

Massig geile Games, 15 Kilometer Fußweg in den Messehallen pro Tag und kurze Nächte dank Hammer-Parties: Das war die Gamescom 2017 in Köln für mich. In diesem Artikel verrate ich Dir meine persönlichen Highlights und gebe Dir einen Einblick in einige der Spiele, die ich anzocken durfte.

Gamescom-Massen sprengen die Messehallen

Voll war es wieder einmal in Köln. Schon der Fachbesuchertag am Dienstag kam mir voller vor, aber das sagen wir Pressefutzis ja jedes Jahr. 😉 Nicht ignorieren könnte man hingegen die Menschenmassen am Mittwoch (siehe Foto). Wie sollte es da erst am Wochenende werden? Andererseits: Es waren Schulferien und die Messe meldete jeden Tag ausverkauft. Viel “schlimmer” konnte es also auch nicht werden.

Also ab ins Getümmel, wie jedes Jahr mit einer Mischung aus Terminen im Pressebereich und Atmosphäre tanken auf dem Showfloor. Der war wieder voll mit gigantischen Ständen, tollen Kulissen wie etwa dem riesigen Drachen bei Warner – und der üblich lauten Mucke! Welche Spielehighlights ich bei gefühlten 100 dB anzocken durfte? Na gut, ich verrat es Dir!

Daniel spielt besser auf Xbox One X

Assassin’s Creed: Origins

Zugegeben, vor der Gamescom war ich satt von dieser Serie. Syndicate hatte ein geiles Setting, aber diese volle Karte und das ewig gleiche Gameplay haben mich nicht lange zum Zocken motiviert. Von Assassin’s Creed: Origins hab ich daher nicht viel erwartet – vielleicht genau der richtige Ansatz.

Die Open World ist wieder mal eine Klasse für sich. Das alte Ägypten mit seinen grünen Nildörfern, riesigen Pyramiden und mystischen Ritualen hat mich schon immer fasziniert. Aber das Szenario war ja noch nie ein Problem der Reihe. Diesmal gibt es auch beim Gameplay endlich Neuerungen und zwar als „Best of“ erfolgreicher Konkurrenztitel.

Die Mini-Map ist einem Kompass wie bei Skyrim gewichen, das Ausrüstungsmenü erinnert stark an Destiny. Zusätzlich gibt es jetzt Detektivmissionen wie in der Batman Arkham Reihe und ein Kampfsystem à la Dark Souls. Klingt komisch? Fand ich aber wirklich genial, weil es den Kämpfen mehr Dynamik verleiht und eine neue Herausforderung bietet. Neben einer Aufklärungsmission durfte ich mich zusätzlich noch mit kleinen Rätseln durch die Grabkammern einer alten Pyramide schleichen. Assassinen-Herz, was willst Du mehr?

Party bei Microsoft

PES 2018

Konamis neueste Fußball-Simulationen durfte ich nicht nur anspielen, sondern auch von Community Manager Adam Bhatti persönlich präsentiert bekommen. Mit dabei sind vor allem wieder die Lizenzen südamerikanischer Vereine. Nicht nur, weil EA weiter die Bundesliga und Premier League im Sack hat, sondern auch weil die PES Reihe dort einfach viel beliebter ist. Hierzulande müssen wir mit dem BVB, Schalke und RB Leipzig Vorlieb nehmen. Als Kölner für mich also nix dabei. 😉

Dafür dürfen sich die Dortmund-Fans aber zum Beispiel auf ein bis ins kleinste Detail nachmodelliertes Westfalenstadion samt BVB-Einlaufhymne freuen. Und wenn Du nicht viel um Lizenzen gibst, kommst Du vor allem spielerisch auf Deine Kosten. PES 2018 spielt sich nämlich angenehm flüssig und taktisch, ohne in das ultraschnelle Pacing der FIFA-Reihe zu verfallen. Gerade dass die Spieler nun aktiv den Ball abschirmen und die Schiris auch mal gerne was laufen lassen, hat mir echt gut gefallen.

Man merkt, dass die 3 Jahre Arbeit am Spiel wirklich was gebracht haben. Zum ersten Mal seit Jahren sind auch endlich die Torhüter auf einem Profi-Level angekommen. Was die in meinen Testpartien an Paraden ausgepackt haben, war sensationell! Die Abwehr-KI hatte allerdings ein paar dicke Patzer zu verantworten. Mal schauen, ob sich das bis zum Release noch ändert. Obwohl das Spiel für die Xbox One X optimiert wird, werde ich es mir wohl für die PlayStation kaufen. Denn anders als bei der Xbox One lassen sich hier die Logos importieren und verändern.

PES 2018 Stand

The Crew 2

Der Nachfolger zum US-Racer lässt sich kurz abhandeln, weil das Hands-On etwas chaotisch und mit Zeitverzug ablief. Du darfst mit Deinem Gefährt wieder die ganzen USA bereisen, um einige neue Attraktionen und größere Gebiete bereichert. Diesmal stehen Dir aber nicht nur Autos, sondern auch Flugzeuge und Boote zur Auswahl. Der Clou: Zwischen den einzelnen Untersätzen lässt sich jederzeit hin- und herschalten?

In meiner Anspielsession verwandelte sich mein Mustang durch Knopfdruck in ein Flugzeug, mit dem ich über die Skyline von Manhattan brausen konnte. Hoch über dem Hudson River wurde aus meinem Flieger dann ein Schnellboot, welches hunderte von Metern in die Tiefe schoss und dann mit mir Richtung Freiheitsstatue schoss. Ein neues Replay Feature mit Kamerawinkeln und Aufnahmeoption sorgt dafür, dass Du solche Aktionen fürs Netz ins rechte Licht rücken kannst. Ich werde The Crew 2 auf jeden Fall im Auge behalten.

Stormtrooper zocken

Cuphead

Dieser Old-School Run-and-Gunner sorgt bei mir jedes mal für Erstaunen. Vor zwei Jahren habe ich ihn das erste Mal angezockt, als er noch als bockschwerer Boss-Mode erscheinen sollte. Scheinbar hat Microsoft aber so viel Potenzial in diesem malerischen Meisterwerk gesehen, dass die Entwickler nun auch kleinere Plattform-Level integriert haben. Die sind aber nicht weniger fordernd als die Boss-Kämpfe.

Damit Cuphead den Look alter Trickfilme erhält, wurden alle Hintergründe und Figuren per Hand gezeichnet. Die anwesende Künstlerin Maja Moldenhauer, die auch gleichzeitig als Produzentin des Spiels fungiert, sprach von über 15.000 handgezeichneten Frames – allein für nur einen Boss! Die Arbeit hat sich gelohnt, Cuphead sieht einfach zauberhaft aus. Und es spielt sich auch unglaublich fordernd. Glaubst Du nicht? Dann schau Dir unbedingt das Gameplay-Video von der Gamescom an.

Schön wars – und anstrengend

Natürlich waren das lang noch nicht alle Spiele, die ich auf der Gamescom 2017 anspielen durfte. Meine Eindrücke zu Mittelerde: Schatten des Krieges und den Titeln von Electronic Arts findest Du beispielsweise auf Xboxdynasty. Aber schließlich ist das hier auch kein Spieleblog und ich möchte, bei aller Leidenschaft, den Rahmen nicht sprengen. 😉 Trotz meiner niedrigen Erwartungen hatte die Gamescom am Ende doch massig tolle Spiele zu bieten – und zwei geniale Parties noch obendrein. Sehen wir uns dann nächstes Jahr auf der Gamescom in Köln?

Sea of Thieves Stand

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Written by Daniel
Padawan-Papa | Bloggt über den Daddy-Stress, Games, Comics und allerhand nerdigen Kram | Podcaster | Sportler & Rocker