Freaking Dad Podcast Episode 10

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Beherrschst Du die Zwergensprache? Schon mal was von Babyzeichen gehört? Nein?! Host Dän verrät Dir im Papa Podcast, was es mit der Kommunikation mithilfe von Zeichen auf sich hat und wie das bei seiner Tochter funktioniert. Außerdem hat Mini-Me ein paar Achievements unlocked! Hör rein, wenn Papa Dän unterm Weihnachtsbaum von den neuesten Errungenschaften seiner Tochter und über das Papa sein berichtet. Schöne Weihnachten!

Hast Du bereits Erfahrung mit der Zwergensprache gemacht oder Fragen zu den Babyzeichen? Schreib mir doch eine E-Mail an info@freaking-dad.de oder schick mir eine Nachricht auf Instagram. Ich freue mich auf Deine Anekdoten!

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Eine Übersicht aller Podcast Episoden findest Du in der Podcast Kategorie.

Und hier gibt es die Folge zum Nachlesen

Herzlich willkommen zum Freaking Dad Podcast. Ich bin der Dan, blogge und podcaste auf freaking-dad.de und freue mich, dass du mal wieder am Start bist zu einer kleinen, aber feinen Papa-Folge mit zahlreichen Baby-Anekdoten. Hat bei mir ein bisschen gedauert bis du mal wieder was von mir hörst, was speziell daran lag, dass ich von Oktober bis November in Elternzeit war, nämlich den zweiten Monat. Die Papas kriegen immer zwei Monate bezahlt und da habe ich mich entschieden, um auch wirklich komplett für das Kind da zu sein, ich verzichte mal den Großteil auf Social Media, auf Bloggen, auf Instagrammen und eben auch aufs Podcasten und konzentriere mich wirklich komplett auf die Kleine. Dann hat es ein bisschen gedauert bis die nächste Folge erscheint, von daher ein großes Sorry von meiner Stelle, falls du da draußen gesessen hast und gewartet hast. Aber ich glaube, als Papa oder angehender Papa oder natürlich auch als Mama, je nachdem, da hören ja auch ein paar zu, habt ihr wahrscheinlich auch besseres zu tun als jeden Abend auf eine neue Folge zu warten, von daher.

Ich freue mich aber trotzdem, dass ihr immer noch dabei seid und habe mir dann im Dezember direkt 2 Folgen vorgenommen, die werden auch auf jeden Fall kommen. Eine kleine Folge mal mit so einer kleinen Wasserstandsmeldung, das ist die heute. Ich habe auch noch eine nette Mail gekriegt von der Johanna aus Hannover und die ist Studentin und hat mir ein paar Fragen zugeschickt, weil sie gerade in der Uni das Thema Papa sein durchnimmt in einem Kurs. Da werde ich auf jeden Fall in der nächsten Folge ein paar schöne Fragen zu diesem Thema beantworten. Von daher seid gespannt, das geht auf jeden Fall auch noch vor dem Jahresende über die Bühne und auf die Kanäle. Was ist denn so passiert im Oktober und November? Ich glaube, so die Elternzeit werde ich in einer separaten Folge abhandeln, das würde wahrscheinlich heute den Rahmen ein bisschen sprengen. Ich habe mir aber ein anderes schönes Thema ausgesucht, und zwar einmal natürlich so eine kleine Wasserstandsmeldung, wie geht’s Minimy denn gerade, denn das interessiert euch doch bestimmt am meisten, ne? Nicht, wie es dem Papa geht, nee. Wie es dem kleinen süßen Kind geht, das ist doch das, was alle gerne wissen wollen.

Das zweite Thema ist Babyzeichen. Das spielt so ein bisschen mit rein, denn wir haben uns ich glaube vor einem halben Jahr ungefähr entschieden, vielleicht sogar schon ein bisschen länger her, dass wir Babyzeichen ausprobieren bei Minimy. Welche Erfahrungen wir damit gemacht haben und wie der aktuelle Stand ist, das ist so dann der zweite Teil, in den es übergeht. Von daher starten wir mal damit, wie geht’s eigentlich der kleinen Maus, was kann sie denn mittlerweile? Das ist ja so, scherzhaft mache ich das mit dem Kumpel immer, dass wir sagen, Level Up, zwei große Rollenspiel-Fans, für uns ist es dann immer so bisschen XP gesammelt, Level up, neues Upgrade freigeschaltet, was kann denn das kleine Mädel jetzt? Einmal hält sie uns ganz schön auf Trapp, weil sie nicht nur krabbelt, was das Zeug hält, sondern jetzt auch anfangen möchte zu laufen. Kann sie selber aber noch nicht, das heißt aber, sie krabbelt beziehungsweise grabscht den Papa bei jeder Gelegenheit an, krallt sich in die Hände fest, lässt mich auch gar nicht mehr los und fängt an durch die Wohnung zu pesen und der Papa muss da hinterher.

Jetzt werden wahrscheinlich die Orthopäden unter euch sagen, na, so gut ist das aber nicht, das Kind muss ja von alleine laufen lernen, aber ja, ist halt ein bisschen schwierig, weil einerseits hat sie das Bedürfnis dazu gerne an Papas Hand das Laufen zu erlernen und andererseits kriege ich die auch gar nicht da weg. Also ich wüsste auch gar nicht, was ich machen soll. Ich könnte wahrscheinlich die Hände schütteln bis sie irgendwie abfällt oder weiß nicht, müsste sie irgendwo festkleben oder ihr so eine Baby-, wie heißen die Dinger denn, aus der Klapsmühle, naja, komme ich jetzt nicht drauf. Es geht irgendwie auch so einher in letzter Zeit, dass ich so ein bisschen vergesslich bin. Vielleicht kommt das auch so mit dem Papa-Sein oder mit dem wenigen Schlaf. Man weiß es nicht. Zwangsjacke, genau. Eine Baby-Zwangsjacke, die müsste ich ihr wahrscheinlich eher anlegen, dann würde sie auch nicht an meinen Händen grabschen. Ich freue mich ja drüber, aber wie gesagt, da gibt’s ja immer so diese Argumente, das wäre nicht so gesund, wenn man an der Hand des Papas oder der Mama laufen lernt, sondern die müssen es irgendwann selber können. Ich denke, von ein paar Mal Auf- und Abpesen hat noch kein Kind krumme Beine gekriegt, ne.

Da haben wir es, also meine Generation, die 85er, da haben wir es wesentlich schlimmer gehabt beim Sport damals. Ihr kennt das vielleicht selber noch, weil aus der Generation stammt oder vielleicht noch früher die berühmten Fußballer O-Beine, weil wir immer mit Medizinbällen trainieren mussten und solche Scherze. Da kann ich auch ein Lied von Singen. Also ich habe auch noch diese schönen o-geformten Fußballer Knöchel mit ein paar Macken an den Schienbeinen erzeugt von ich glaube wie viele Jahre waren es, 7 oder 8 Jahre Fußball. Naja, das schleppt man dann so mit sich rum, aber da ich heute nicht mehr auf Fußballplätzen unterwegs bin, können die Knochen auch langsam ein bisschen abheilen.

Ansonsten sprachtechnisch bewegen wir uns langsam auch auf ganze Sätze zu, zumindest auf halbe. Mama, Papa kann sie natürlich, Kacka ist jetzt mittlerweile dazugekommen. Kacka ist jetzt quasi das Universalwort für, ich muss aufs Töpfchen, also sowohl Pipi als auch Kacka, sind eben Kacka. Das Problem ist halt nur, sie sagt das nicht unbedingt, wenn sie muss, sondern auch, wenn sie irgendwas sieht, was mit Töpfchen zu tun hat. Also ein Töpfchen selber oder die Kloschüssel, und da wir ja das windelfreie Modell ausprobieren und hier kommt der Kalauer jeder Folge oder der Treppenwitz, da mache ich mal eine Folge zu, irgendwann mache ich das tatsächlich, irgendwann kommt diese lang angekündigte Windelfrei-Folge, auf jeden Fall da wir eben dieses Modell verfolgen, packen wir sie halt auch jedes Mal aus und wollen natürlich, dass sie dann auch aufs Töpfchen gehen kann und sich nicht unbedingt in die Windel macht. Dann guckt uns immer mit großen Augen an. Teilweise ist es jetzt wirklich so, wenn sie Kacka sagt und möchte eigentlich gar nicht, sondern meint halt nur, da vorne steht die Schüssel und der Papa sagt dann, musst du Kacka? Dann guckt sie mich direkt an und dann haut die direkt ab, weil die weiß, oh Gott, der will mir wieder die Hose runterziehen und mich wieder auf das Töpfchen setzen, und da habe ich gar keinen Bock drauf. Deswegen ist sie dann auch relativ schnell wieder weg.

Ansonsten Ball ist noch ein beliebtes Wort und aktuell sind wir bei Bah, ich glaube Bah ist es, Bah ist gerade sowohl das Wort für Bahn, also Bahnfahren als auch für Baden, das ist Bah. Und wir sind immer fleißig dabei dann noch N dranzuhängen oder das Baden draus zu machen. Das klappt bestimmt auch irgendwann. Genau. Süß ist auch, dass sie auch schon Tiergeräusche nachmacht, also den Wauwau gibt’s natürlich, wenn der Hund vorbeikommt, Quak-Quak ist die Ente, der Frosch natürlich auch, und ihr merkt, es geht auf jeden Fall auch sprachtechnisch auf die Zielgerade zu. Juhu, dann ist ein bisschen mehr Kommunikation drin mit der Kleinen. Apropos Kommunikation, ihr habt es eben schon gehört, ich habe ja einmal das Babyzeichen oder die Babyzeichen angesprochen. Ich weiß gar nicht, wie wir draufgekommen sind, ich glaube, meine Frau ist damals mal draufgekommen, dass es eben diese Babyzeichensprache gibt. Die ist von der Gebärdensprache so ein bisschen abgeleitet, allerdings jetzt nicht vollwertig mit dieser Gebärdensprache zu vergleichen, sondern das sind halt recht einfache Zeichen, damit Kinder die auch verstehen.

Und sie hat damals von diesem Modell erfahren, dass es das gibt und wollte das auf jeden Fall mal ausprobieren und glücklicherweise gab es auch eine Dame in Köln, die hat das also so ein Privatkurs angeboten, macht das vielleicht auch immer noch, dass die dann einmal vorbeikommt und dann so bisschen über diese Babyzeichen erzählt, viele Zeichen zeigt, dann eben auch so Anwendungsbeispiele gibt, wie man das in Geschichten oder auch Leader einbauen kann. Ich trinke mal kurz einen Schluck Kaffee. Hmm! Das muss ich vielleicht auch noch sagen, bevor ich jetzt hier weitermache, in welch schönem Ambiente ich hier gerade sitze. Ich habe nämlich einen Kaffee gemacht, ist allerdings ein Krümel entkoffeinierter Kaffee, ist so ein bisschen Kaffeeersatz. Denn abends nach, 9 Uhr haben wir es jetzt, 9:30 Uhr glaube ich, muss es ja nicht unbedingt noch der richtige Kaffee sein, der dann volle Breitseite reinhaut und ich kann dann nicht schlafen, deswegen Ersatzkaffee.

Aber ich sitze hier vor einem wunderschön geschmückten Weihnachtsbaum und da vielen, vielen Dank an meine tolle Frau, ich liebe dich sehr, dass du den heute geschmückt hast. Wir haben den quasi jetzt letztes Wochenende geschossen, ich habe ihn mit all meiner Manneskraft nach Hause getragen und sie hat den heute aufgebaut und geschmückt. Das fand ich sehr schön, als ich heute nach Hause kam und die Kleene saß da und hat sich gefreut, ich komme mit ihr ins Wohnzimmer, habe sie auf dem Arm und starre dann diesen wunderschön beleuchteten Baum an. Das war schon sehr toll. Die Weihnachtsatmosphäre ist zwar vorher schon dagewesen, aber jetzt ist es nochmal so richtig, richtig weihnachtlich und ich freue mich drauf. Na ja, wo waren wir stehengeblieben? Babyzeichen, genau.

Da kam also diese nette Frau zu uns nach Hause und hat uns dann während der, war das sogar schon während der Schwangerschaft? Boah, ich weiß es nicht mehr, mein Gedächtnis, meine Güte. Ich glaube, das war während der Schwangerschaft. Ja, während der Schwangerschaft haben wir glaube ich dieses Treffen gehabt, aber wir haben uns dann später entschieden die Babyzeichen zu machen. Ach Schatz, verzeihe mir und bitte ordne das zeitlich für mich noch mal ein, vielen Dank. Na ja, auf jeden Fall diese Frau war hier zu Hause bei uns, hat uns dann anhand eines Buches verschiedene Zeichen gezeigt, so verschiedene Anwendungsbeispiele. Es gibt dann dieses Dirigentenzeichen ist das dann für Musik unter anderem, es gibt das Milchzeichen, ich hätte gerne Milch. Das sieht so ein bisschen aus, als wenn man eine Kuh melken würde, deswegen fanden wir das besonders lustig, aber das ist natürlich auch sehr einprägsam.

Was gibt’s denn noch für Zeichen? Ich überlege gerade. Es gibt zum Beispiel das Lichtzeichen. Da streckt man die Hand über den Kopf aus, zur Faust geballt, und streckt dann die Finger von sich, als wenn die Sonnenstrahlen der Sonne auf einen niederscheinen würden. Die Oma gibt es, da formt man dann mit der Hand einen Dutt am Kopf, wie das die Omas früher hatten. Das Danke-Zeichen ist quasi eine Geste mit der Handfläche vom Kinn weg nach vorne. Es gibt den Weihnachtsbaum, da formt man dann eben einen zackigen Baum. Das Geschenk, man streckt beide Arme nach vorne. Es gibt da Satt-Zeichen, also das Satt-Zeichen wie, ich habe genug gegessen. Es ist so ein bisschen, wie man sich wahrscheinlich so ein Finito, Basta von einem Italiener vorstellt, also wirklich so die Hände voreinander, zack nach außen, wirklich jetzt ist Schluss, keine Lust mehr. Das sind alles so Zeichen, die wir in unseren Alltag eingebaut haben.

Und am Anfang haben wir gedacht so, ja, hm, ob die weiß, was wir da von ihr wollen oder ob die das nur als Fuchtelei ansieht? Zwischendurch haben wir mal gedacht, oh, jetzt hat sie vielleicht Milch-Zeichen gemacht, war dann aber doch nicht so. Da hat sie dann einfach nur mit der Hand geübt, wie man die auf- und zumacht. Aber ich glaube, wir haben da auch einfach am Anfang zu viel erwartet, vielleicht haben wir da auch erhofft, dass es so schnell geht, dass sie das so schnell aufnimmt, obwohl die das vielleicht auch gestisch gar nicht spiegeln konnte. Deswegen haben wir am Anfang gedacht, naja, es funktioniert ja gar nicht mal so gut mit dem Babyzeichen. Da haben wir jetzt einen schönen Kurs gemacht, naja, danke für die Erfahrung, aber so richtig benutzen können wir’s halt nicht.

Wir haben die Zeichen dann aber irgendwann so in den Alltag integriert, dass wir die trotzdem immer weitergemacht haben, also zumindest bei mir ging’s hinterher so, dass ich die Zeichen einfach wirklich nebenbei gemacht habe, ohne auch großartig drüber nachzudenken. Je öfter man das gemacht hat, desto mehr ging es so in den normalen Alltag, in die normale Gestik über, dass man das dann gemacht hat. Man hat Danke gesagt mit der Hand oder „Bist du satt?“ mit den Händen. Irgendwann hat sie dann aber auf einmal angefangen dann doch so die ersten Zeichen zu machen. Das Lichtzeichen war meiner Erinnerung nach, glaube das erste. Und dieser Moment war so supergeil, also das ist auch kaum zu beschreiben, wie sie hier im Stuhl saß, es war beim Essen, also zumindest, wo ich es mitgekriegt habe, und wir hatten das Licht aus und es wurde draußen langsam dunkel.

Wir haben gegessen und sie saß da und hat dann auf einmal nicht mehr weitergegessen und dann haben wir gefragt so, bist du satt Schatz? Hast du irgendwie Durst, was ist los, wieso isst du nicht weiter? Und dann streckt sie auf einmal die Hand aus und macht dieses Lichtzeichen. Und dann gedacht, okay, gut, möchtest du, dass wir das Licht anmachen? Ich bin aufgestanden, habe das Licht angeschaltet und dann hat sie angefangen zu grinsen und zu lachen und das war so diese Freude darüber, okay, der hat mich gerade verstanden, ich habe was gemacht und er hat tatsächlich verstanden, was ich von ihm möchte. Und gleichzeitig war es für mich auch so ein geiles Gefühl, weil ich dachte, geil, das ist so die erste richtige, Kombination wollte ich gerade sagen, die richtige Kommunikation abseits von Da, mit dem Finger drauf zeigen, oder Da, nochmal mit dem Finger drauf zeigen, gib, gib mir, sondern einfach tatsächlich so das erste Mal, dass meine Tochter mir gegenüber ein Bedürfnis ausgedrückt hat mit etwas anderem als mit dem Finger drauf zeigen oder Bah zu sagen.

Es war wirklich so seitdem, also dieses Lichtzeichen, das hat sie am Anfang dann immer bei jeder Gelegenheit gemacht so, weil sie wusste, okay, wir verstehen, was sie da von uns möchte, bei jeder Lampe, die vorbeikam, Bah, Licht, da Licht, hier Licht anmachen, Licht ausmachen, da eine Straßenlaterne, da fliegt ein Flugzeug vorbei, Licht, Licht, Licht. Wir haben dann auch immer brav gesagt, ja, da ist ein Licht, guck mal, da ist eine Lampe, die macht auch Licht, alles super, um eben zu zeigen, wir verstehen dich, wir wissen, was du von uns möchtest, in der Hoffnung, dass sie dann auch das ein oder andere Zeichen weiter übernimmt. Und was soll man sagen? Also bisher, wir haben es mal grob durchgezählt, ich glaube, 10 oder 12 Zeichen sind wir mittlerweile und diese, also es ist eine vollkommen neue Art von Kommunikation mit der Kleinen, die ist jetzt knapp über ein Jahr alt, kann noch nicht sprechen, und das, also dieses Gefühl ist einfach so cool zu wissen, okay, in einem Dutzend Situationen, wo sie was von mir möchte, verstehe ich, was sie von mir will.

Sie sitzt da, macht das Dirigenten-Zeichen, ich weiß, okay, sie möchte jetzt, dass ich entweder singe oder dass wir Alexa anschmeißen, dass sie mal ein bisschen was spielen soll. Ich hoffe, sie hat mich jetzt nicht gehört. „Alexa, du kannst wieder ausschalten. Ja, danke.“ Ja genau, dass sie da Musik haben möchte, deswegen Musik spielen. Sie sitzt da, wenn sie genug gegessen hat, macht das Fertig-Zeichen. Was haben wir noch als Zeichen? Genau, Routine nach dem Essen ist, Gesicht und Hände waschen. Das heißt, manchmal kombiniert sie das auch, manchmal sagt sie, ich bin fertig, sie möchte dann immer noch ein bisschen im Stuhl sitzenbleiben, lässt sich dann auch erstmal nicht rausnehmen, verschränkt dann die Arme, dann bleiben wir halt ein bisschen sitzen, dann trinkt sie vielleicht noch was, schaut sich ein bisschen die Kerzen an, wie jetzt eben, guckt noch ein bisschen den Weihnachtsbaum und irgendwann guckt sie mich dann an und macht das Waschzeichen. Also ein bisschen über die Haare gehen, ein bisschen mit den Händen durchs Gesicht gehen, einfach zeigen, ich will jetzt gleich gewaschen werden.

Und dann gehen wir einfach ins Badezimmer und waschen uns. Ich glaube, noch so ein einschneidendes Erlebnis, auch wenn es jetzt weder für meine Frau noch für mich schön war, war, dass ich einen Abend auf der Couch gepennt habe, ich glaube, da war ich krank, meine ich, oder die Nächte vorher waren nicht so toll und ich habe mal, weil ich arbeiten musste, auf der Couch gepennt. Auf jeden Fall habe ich auf der Couch geschlafen und wache dann auf, weil ich aus dem Schlafzimmer großes Geschrei höre und dachte dann, okay, guckst du mal, ob du irgendwie helfen kannst, bis jetzt sowieso wach. Komme dann da rein und dann sitzt diese kleine Maus da im Schein der Stilllampe auf dem Hosenboden, guckt meine Frau an und macht das Essenszeichen, Essenszeichen ist quasi wie, ich habe einen Löffel in der Hand und führe ihn zum Mund und stecke mir was in den Mund rein. Ich glaube, das war für uns beide in dem Moment so cool, weil wir wussten, okay, wir müssen jetzt nicht gucken, will sie Milch, hat sie schlecht geträumt, möchte sie gewickelt werden, weil sie sich in die Hose gemacht hat, sondern sie wollte einfach was essen, sie hatte Hunger.

Da bin ich halt in die Küche, habe eine Banane geholt, dann hat sie die Banane stückweise abgekaut, ich glaube, eine ganze halbe Banane hat sie gegessen, hat sich hingelegt, dann war auch gut, dann hat sie weitergeschlafen. Wir haben auf jeden Fall durch diese Babyzeichen diese Art von Kommunikation sehr zu schätzen gelernt, weil wir das als sehr angenehm empfinden, dann auch zu wissen, was möchte sie denn von uns und es geht einfach alles wesentlich leichter und schneller. Deswegen, ich bin ja normalerweise nicht so der Ratgeber-Typ, aber Babyzeichen sind etwas, was ich sehr empfehlen kann. Es ist einfach, also ich glaube, es würde dir auf jeden Fall den Alltag mit dem Kind erleichtern. Ich sehe jetzt auch keine negativen Punkte. Ich wurde schon gefragt, ob es vielleicht sein könnte, dass das Kind dadurch nicht schnell genug lernt, also nicht schnell genug oder keine Lust hat das Sprechen zu lernen, weil es sich ja so verständigen kann.

Allerdings fängt sie immer so fleißig an zu brabbeln und meine Frau hat auch gesagt, dass es meistens so ist, dadurch dass die Sprache einfach schneller funktioniert, das Kind, sobald es sprechen kann, auch die Zeichen sein lässt. Also das ist auch das, was so wissenschaftlich belegt ist. Deswegen haben wir da auch keine Bedenken, dass wir durch die Zeichen das Ganze irgendwie so ein bisschen verlangsamen. Leute, wenn ihr Lust habt, bringt eurem Kind Babyzeichen bei. Also die sind wirklich sehr einfach gehalten. Es gibt natürlich auch Bücher dazu, es gibt auch Apps mit diesen ganzen Babyzeichen, aber das Coole ist ja, ihr müsst euch auch gar nicht an diese Apps halten oder an die Bücher, sondern ihr könnt auch einfach eure eigenen Zeichen ausdenken. Wenn ihr sagt, eine Oma mit Dutt ist doof, weil Oma hat keinen Dutt, dann nehmt einfach was anderes. Wenn Oma eine Brille hat, dann pack doch, wenn ihr Oma sagt oder wenn ihr auf die Oma zeigt, einfach die Hände vors Gesicht und formt eine Brille, dann könnte das Kind das mit der Oma assoziieren.

Oder wenn ihr irgendwie, keine Ahnung, Pipi machen wollt, dann irgendwie mit der Hand ein Schniepel oder so. Ich habe keine Ahnung, eurer Fantasie sind da auf jeden Fall keine Grenzen gesetzt. Da könnt ihr euch ausdenken, was ihr wollt. Und wenn ihr dann doch sagt, wir möchten auf die vorhandenen Babyzeichen zurückgreifen, einfach bei Google mal Babyzeichen eingeben oder bei Bing, gibt ja auch noch andere Suchmaschinen. Da werdet ihr ja direkt diverse Materialien, Bilder, Bücher, Videos finden, die euch zeigen, was es da für wunderschöne Zeichen schon gibt, dir ihr verwenden könnt. Und falls euch da ein paar Leute irgendwie für blöde halten oder sagen, ihr seid Hipster-Eltern, wenn ihr sowas macht oder fragen, wann ihr dann das nächste Mal in euren Kleingarten geht, um dann auch noch Bioprodukte anzubauen oder so, es gibt ja immer ein paar Unverbesserliche.

Dann könnt ihr einfach als Einwand sagen, wieso klatscht du denn, wenn dir was gefällt oder wieso winkst du zum Abschied? Es sind genauso Zeichen, Formen, nonverbale Ausdrücke, die wir alltäglich verwenden, und wieso sollen wir sowas nicht nutzen, um uns mit den Kindern zu verständigen? Küsschen sind auch eigentlich redundante Rituale. Früher hat man sich nicht geküsst, wenn man sich liebhatte, sondern einfach, weil man sich gegenseitig Essen in den Mund geschoben hat, als unsere Hände noch nicht so ausgeprägt waren. Ich hoffe, die Biologen unter euch treten mir jetzt nicht auf die Füße, aber ich glaube, so war es, so habe ich das zumindest behalten. Irgendwann als man dann die Hände hatte, um sich was zu essen zu geben, hat man es halt so als Liebesgeste weitergeführt. Deswegen also, wir machen das schon das ganze Leben, jeder hat irgendwann schon als Kind angefangen zu winken und Tschüss zu sagen, also man noch nicht reden konnte und deswegen, warum soll man denn bei zwei bekannten Zeichen, die sich durchgesetzt haben, Stopp machen, sondern man kann auch einfach noch andere verwenden.

Ja, aber jetzt möchte ich auch genug der Bekehrung hier walten lassen und euch für heute schon mal in den Feierabend entlassen. Ich hoffe, ihr habt eine nicht allzu stressige Vorweihnachtszeit und viele Geschenke schon zusammen. Von daher macht euch auch nicht zu viel Stress, schaut, dass ihr ansonsten vielleicht auch mal was selber bastelt, einfach zu Hause mal ein bisschen kreativ sein oder vielleicht mal was Kleines schenken, muss ja nicht immer die die Super-, Mega-Idee sein, für die ihr noch in die Stadt rennen müsst auf den letzten Drücker. Verbringt eine schöne Zeit mit eurer Familie. Wir werden uns wahrscheinlich trotzdem vorher nochmal hören mit der anderen Folge. Dann mit den Fragen von der Johanna und bis dahin wünsche ich euch einfach einen wunderschönen Abend, eine schöne Woche und dann einen tollen 4. Advent mit euren Liebsten, der Kleinen und dem Kleinen oder den Kleinen in der Mehrzahl, wie viele es auch sein mögen. Von daher genug gequatscht für heute. So. Jetzt ab ins Bett. Bis dann. Tschö!

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Written by Daniel
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